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  • AutorenbildJohannes Stern

Sowjetischer Partybus

Das Highlight am Grillabend war jedoch die Heimfahrt zum Jurtencamp. Als letztes Shuttle Auto hat uns ein sehr alter mongolischer Mann aus den Bergen abgeholt - wir haben ihn danach vergöttert.

Man sah wegen der Dunkelheit keine Hand mehr vor den Augen und wir waren schon gut angetrunken; also war die Stimmung super.

Das Auto war ein alter sowjetischer Kleinbus mit 10 Plätzen. Experten der Band schätzen ca. 1977ger Baujahr. 2 Sitze vorne mit dem Motor dazwischen, 2 Rückwärtssitz mit Tisch und zwei 3er-Bänke. Die Decke war gepolstert mit Leder, genauso wie die exklusiven Ledersessel in Whiskey-Bars, nur bissl ranziger.


Der Sowjetische Partybus


Straßen gibts keine, deswegen wird grundsätzlich kreuz und quer über die Wiesen gefahren, egal was kommt. Als wir über den ersten Berg aufwärts fahren wollten, starb der Motor ab und unser Fahrer brachte ihn nicht mehr an. Ohne Licht versuchte er den Berg ins Nirgendwo runterzurollen, um so den Motor in Bewegung zu starten. Wie gesagt, man sah die Hand vor den Augen nicht und wir wussten nicht ob wir gleich gegen einen der wenigen Bäume crashen.

Vorwärts, Rückwärts, „U-Turn“ aus Need for Speed - alles hat er versucht. Der Motor zwischen Fahrer und Beifahrer hat geraucht und unheimlich gerochen.


Wir sind dann eine Weile gestanden und irgendwann ging das Auto auch wieder. Das Auto ist zwar noch paar Mal abgestorben, aber mit Vollgas gings dann Richtung Unterkunft. Die Achterbahn Blue Fire aus dem Europa Park kann dagegen einpacken. Zwei Tage später erfuhren wir, dass extra jemand mit Benzin gekommen ist, weil der Benzintank leer war. Das haben wir aber gar nicht mitgekommen, weil die Stimmung im Auto so gut war und wir aus dieser Situation eine eigene Party gemacht haben.



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