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  • AutorenbildJohannes Stern

Konzert in der Transsibirischen Eisenbahn

Eines Tages haben wir drei deutschen Studenten überlegt die Wüste Gobi zu besuchen. Wie es der Zufall will sind wir zwei Tage später vom Cancer Council Mongolia angefragt worden, um eine Woche später auf dem sogenannten Jazztrain zu spielen und eine Tour von Freitagabends bis Sonntagmorgens mitzufahren. Wir erfuhren nur die Abfahrts- und Ankunftszeit in Ulan Bator. Mehr Infos sollten per Email kommen. Diese kam jedoch erst morgens am Abreisetag an und so wussten wir bis kurz vor Abfahrt gar nicht wo wir hinfahren würden. Umso mehr freuten wir uns, dass es in die Wüste Gobi ging.

In einem Gespräch mit dem Manager erfuhr ich, dass der Zug, in dem wir gerade fahren kein ganzer Sonderzug ist, sondern für die angemeldete Gruppe 4 zusätzliche Wagons an die originale Transsibirische Eisenbahn angehangen wurden. Wir wurden einen Abschnitt der Originalroute (UB - chinesische Grenze) mitgezogen. Für die Rückfahrt wurden wir an den Gegenzug angekoppelt.

Die Transsibirische Eisenbahn ist ein sehr bekannter Zug von Moskau nach Peking, der auch die Mongolei und Ulan Bator passiert. Die extra 4 Wagons waren für die 50 Gäste in 2 Schlafwagons mit 4er Schlafabteilen, ein Bordrestaurant und ein Barwagon, in dem sich die Bühne für das Jazzkonzert samt Tanzfläche befand, aufgeteilt.




Das Essen im Zugrestaurant war geschmacklich sehr gut. Der Zug war sehr leise, was erstmal gut für die Nacht im Schlafabteil war. Und wie auch im deutschen Nachtzug waren die Klappbetten hart und mit Reiskissen. Trotzdem schläft man auf unebenen Gleisen und einem Zug, der alle 10 min wegen manuellen Weichen und Signalen hält, sehr schwierig. Bei der Heimfahrt schlief ich trotzdem sehr gut, zwar nur sehr kurz. Der Tipp dazu war eine Vielzahl alkoholischer Getränke.



Wir spielten am Freitagabend sowie am Samstag Abend jeweils ein Jazz-Konzert  zusammen mit einem ukrainischen Saxophonisten und einem russischen Gitarristen; eigentlich mehr Partymusik, mal zu viert oder mal nur Solo-Gitarre. Zusätzlich boten Julia und ich im Duo mit Gesang und E-Bass viele Stücke dar. Es funktionierte fantastisch in dieser sporadischen Besetzung und ohne große Absprache im Vorhinein.


Leider sahen wir im Zug nichts von der schönen Landschaft, da wir nachts fuhren.



Und ja: es wird noch mit Holzkohle im Zug geheizt😉


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